Von Welten, Sternen und Geheimnissen

 

Die Welten im Universum sind so unterschiedlich wie die Tiere auf der Erde oder wie die Baumarten, wie jeder Mensch, wie Nacht und Tag oder die Tiefsee und die Wüste. 

Alles hängt voneinander ab. Das Universum mit den Sternen, von denen es mehr als es Sandkörner am Meer gibt, den Planeten und Galaxien ist ein riesiges, unvorstellbares Wesen. Gutmütig und alt und mächtig.

 

Die Höhlenwelt ist eine der Welten im Universum, die mit der unseren, der Erde, verwoben sind.

Eine Burg auf einem Berg in einer kleinen Stadt ist der Ortder Höhlenwelt. Manche Menschen wussten dies früher und nannten den Berg einen Kraftort, ehrten ihn und errichteten dort die Burg.

Manche Kinder, heute, fühlen die Höhlenwelt, wenn sie die Burg besichtigen.

 

Auf dem kleinen blaugrünen Planeten, genannt Erde, war ein Unglück passiert, das bald das gesamte Universum in Atem halten sollte.

Kleiner Löwe, ein Kater von zwei Jahren, war in dieser Nacht nicht nach Hause zurück zu Herrn Floh gekehrt.

Wenn wir sterben, werden wir zu Sternen. Haben wir viel Gutes getan, leuchten wir am Himmel und erfreuen die Menschen, die uns betrachten und Mutmaßungen über uns anstellen. Unser Licht erreicht die Erde erst viel später, weil wir tief im Universum leuchten.

Kommt der Tod zu früh zu uns, sind die Menschen, die uns lieben, sehr traurig und so ging es auch Herrn Floh.

Er hatte Kleiner Löwe blutüberströmt gefunden und nach Hause getragen. Er hatte ein Holzkreuz gezimmert, es weiß angestrichen und kleiner Löwe begraben, direkt neben seinem Haus.

Dann war er hinaus in die Abendluft getreten. Es war Sommer. Die Grillen zirpten und eine Taube setzte sich auf einem Ast zur Ruhe. Der Vollmond erschien am Himmel und für einen kurzen Moment hatte Herr Floh eine Ahnung vom Geheimnis des Todes, als kleiner Löwe sich auf den Weg ins ewige Universum machte. Er war selbst zu einem Stern geworden.

 

In dieser Nacht kam es dazu, dass in der Höhlenwelt Wusch, die Fledermaus, bis zu den Sternen flog, und man sie singen hörte, ein Lied, traurig und weise. Auf ihrem Flug erhaschte sie Einblicke in andere Welten und sah sogar Herrn Floh in den Himmel blicken.

Wer die Sterne singen hört, hat einen Wunsch frei, das ist seit ewiger Zeit so.

„Was wünschst du dir, Wusch?“, frage die Mondkatze, die Hüterin der Welten und der Sterne und der Geheimnisse im Universum.

„Ich wünsche mir ein Abenteuer!“, rief Wusch übermütig und flog einen Salto in der Luft.

 

Ein schwarzes Loch

 

Die Mondkatze reckte und streckte sich. Sie wusste, es war ein neuer Stern hinzugekommen, davon hatte sie geträumt. Der Kleine hieß Sternkater. Kleiner Löwe war sein Name auf der Erde gewesen. Doch als sie ihn erblickte, runzelte sie die Stirn. Der Sternkater sah nicht glücklich aus.

Das Lied der anderen Sterne schwoll zu einem traurigen Höhepunkt an und verstummte dann auf einen Schlag.

Verdutzt streckte die Mondkatze ihre Tatze aus und versuchte, das schwarze Loch, das nun plötzlich an Sternkaters Platz am Himmel prangte, zu berühren....