Ein Käfer, den ich im Gras sitzen sah, erzählte mir  seinen Traum.

Er sprach:

 

Auf einem See in der Mitte der Welt schwammen zwei große Seerosenknospen, umringt von anderen Seerosen, die alle kleiner waren. Es wurde Nacht und es wurde wieder Tag. Die Seerosenblüten öffneten sich und in ihrer Mitte lagen schlummernd zwei Kinder.

 

Das Mädchen hieß Lill und der Junge Jupiter, so wie ein Planet, der oben am Himmel um die Sonne kreist.

 

Ein Wind kam auf und die Bäume begannen zu rauschen. Äste und Blätter raschelten und trugen die Neuigkeit übers Land.

Die Tiere wussten es und Grashalme erzählten es weiter. Nach einiger Zeit träumten Steine und Felsen davon und die Flüsse trugen die Nachricht bis zum Rande der Welt.

 

Dort hinter der Welt, ganz weit dahinter, saß im Nebel der Nebelkönig farblos auf seinem Thron aus Nebelschwaden, umringt von seinen Dienern, den Nebelelfen.

 

Sie sahen keine Farben. Sie liebten weder Sonne noch Mond und glaubten an das Nichts. Doch obwohl sie im Nebel lebten, der kalt und feucht ist und weder Licht noch Geräusche mag, erfuhren die Nebelelfen von der Geburt der Seerosenkinder.

 

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